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Motorradhotels am Arlberg Arlberg

Motorradhotels Arlberg56 Häuser · 16 Ferienwohnungen

Motorradhotelsam Arlberg

Wo du als Motorradfahrer am Arlberg übernachtest: Hotels und Gasthöfe in St. Anton, Lech und Zürs, Ferienwohnungen, Berghütten – ehrlich zur Sommer-Öffnung, mit Standortwahl und Reisezeit fürs Quartier.

Der Arlberg ist ein enges, hochgelegenes Grenzland zwischen Tirol und Vorarlberg – St. Anton, St. Christoph, Stuben, Klösterle auf der einen, Lech und Zürs auf der anderen Seite. Für ein Motorradquartier heißt das: kurze Wege, dichte Orte, alles gut eine Viertelstunde auseinander. Du schlägst dein Lager an einem Ort auf, lässt das Gepäck liegen und kommst abends zum selben Haus zurück, die Maschine trocken untergestellt. Diese Seite behandelt das Übernachten am Arlberg, nicht das Fahren: wo du am besten schläfst, welche Unterkunft zu dir passt und worauf es bei der Buchung ankommt.

Ein Punkt gehört gleich vorweg: Der Arlberg ist in erster Linie eine Ski- und Winterregion. Ein Teil der Häuser – vor allem in Lech, Zürs und St. Christoph – hat im Sommer gar nicht oder nur in den Hauptwochen im Juli und August geöffnet. Nicht jedes Hotel aus dem Winterprospekt steht im Motorrad-Sommer bereit. Die Betriebe, die offen haben, sind dafür oft überraschend ruhig – und kosten außerhalb der Wintersaison deutlich weniger als im Februar.

Hotel Stockerwirt

Bestbewertetes Motorradhotel am Arlberg

Hotel Stockerwirt

4,5 von 5 3 Bewertungen Reith im Alpbachtal

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Alle Motorradhotels am Arlberg mit Ausstattung und Fotos in der Hoteldatenbank von Motorrad & Reisen.Motorradhotels am Arlberg

Ferienwohnungen am Arlberg

St. Anton, Lech, Zürs, Stuben oder Klösterle: die Quartierorte im Vergleich

St. Anton am Arlberg ist das größte und praktischste Basislager. Der Ort liegt auf Tiroler Seite, hat einen eigenen Bahnhof mit Anschluss ans Fernnetz, Häuser in jeder Preisklasse, Läden, Wirtshäuser und im Sommer die breiteste Auswahl an offenen Betrieben. Wer eine lebendige Umgebung mit Infrastruktur sucht und nicht in einem Ein-Straßen-Dorf schlafen will, ist hier richtig. Lech und Zürs auf Vorarlberger Seite sind das Premium-Segment: gehobene Hotellerie, gepflegt, teuer – und im Sommer nur eingeschränkt offen. Schön und ruhig, wenn ein Haus geöffnet hat, aber nichts für den schmalen Geldbeutel und nichts, wo man auf gut Glück vorfährt.

St. Christoph liegt hoch oben am Pass und besteht praktisch nur aus einigen wenigen, meist gehobenen Häusern – eine Handvoll Betten in exponierter Lage, außerhalb der Wintersaison oft weitgehend geschlossen. Die günstigere und ruhigere Alternative sind Stuben und Klösterle im Klostertal auf der Vorarlberger Talseite: kleine Gasthöfe und Familienbetriebe, weniger Trubel, moderatere Preise, und meist ein sicherer Platz fürs Motorrad direkt am Haus. Wer den Premium-Aufschlag von Lech vermeiden und trotzdem zentral schlafen will, findet hier oft das bessere Verhältnis – vorausgesetzt, der Betrieb hat im Sommer offen.

Anreise

Schlafhöhe zwischen 1000 und 1800 Metern – und die Wetterscheide dazwischen

Die Orte am Arlberg liegen weiter auseinander, als die kurzen Fahrstrecken vermuten lassen — allerdings senkrecht. Klösterle im Klostertal liegt bei gut 1000 Metern, St. Anton bei rund 1300, Stuben bei etwa 1400, Lech bei rund 1450, Zürs bei über 1700 und St. Christoph knapp unter 1800 Metern. Zwischen dem tiefsten und dem höchsten Quartier liegen also gut 700 Höhenmeter, und die machen sich nachts bemerkbar: In Zürs und St. Christoph fallen die Temperaturen auch im Hochsommer regelmäßig in den einstelligen Bereich, während es im Klostertal spürbar milder bleibt.

Für die Quartierwahl heißt das zweierlei. Erstens: Wer oben schläft, startet morgens in eine kalte, oft feuchte Maschine — Sitzbank und Scheibe beschlagen, die Handschuhe von gestern sind ohne Trockenraum am Morgen noch klamm. Zweitens: Ein Zimmer auf 1700 Metern ist im Juli angenehm kühl, wenn es im Tal drückend warm ist. Wer schlecht bei Hitze schläft, hat hier oben einen echten Vorteil, den tiefer gelegene Motorradregionen nicht bieten.

Dazu kommt die Wetterscheide. Der Arlberg liegt quer zur nordwestlichen Anströmung und gehört zu den schneereichsten und niederschlagsreichsten Ecken der Ostalpen — Warth auf der Vorarlberger Seite zählt zu den schneereichsten bewohnten Orten des gesamten Alpenraums. Bei Nordweststau bekommen Klostertal, Lech, Zürs und Warth den Niederschlag ab, während das Tiroler Stanzertal im Windschatten liegt und häufig trockener wegkommt. Wer eine mehrtägige Nordweststaulage vor sich hat, schläft auf der Tiroler Seite deutlich entspannter.

Pettneu, Landeck, Dalaas, Bludenz: Quartiere unterhalb der Passhöhe

Die Passorte selbst sind nicht die einzige Option. Beide Zufahrtstäler haben eine Kette von Dörfern, die deutlich tiefer liegen, ganzjährig arbeiten und preislich in einer anderen Liga spielen. Auf Tiroler Seite reihen sich im Stanzertal Pettneu, Schnann, Flirsch und Strengen an der alten Bundesstraße auf, dahinter folgt der Talkessel von Landeck und Zams auf gut 800 Metern. Auf Vorarlberger Seite liegen im Klostertal Dalaas, Wald am Arlberg und Innerbraz, am Talausgang die Stadt Bludenz auf knapp 600 Metern.

Drei Argumente sprechen für ein Quartier unterhalb: Landeck und Bludenz sind normale Städte mit ganzjährig arbeitender Hotellerie, Werkstätten, Tankstellen und Einkaufsmöglichkeiten — hier hängt nichts am Skibetrieb. Die Nächte sind wärmer und die Kleidung trocknet schneller. Und das Preisniveau folgt dem einer normalen Tiroler oder Vorarlberger Kleinstadt, nicht dem eines internationalen Skiorts.

Der Preis dafür ist Anfahrtszeit: Von Pettneu oder Flirsch bist du in einer knappen Viertelstunde am Arlbergpass, von Landeck oder Bludenz dauert es rund eine halbe Stunde bis zur Passhöhe. Das ist morgens Fahrzeit, die von der Tour abgeht, und abends der Weg zurück ins Tal. Wer jeden Tag früh oben sein will, zahlt für die Höhe. Wer den Arlberg als einen von mehreren Bausteinen fährt und ohnehin Richtung Silvretta, Bregenzerwald oder Oberinntal unterwegs ist, schläft unten günstiger und flexibler.

Gehobenes Hotel, Familiengasthof oder Ferienwohnung?

Weil der Arlberg vom Wintertourismus lebt, ist das Angebot nach oben hin stark ausgebaut. Das gehobene Hotel – vor allem in Lech und Zürs – bietet vollen Service, Wellness und Komfort, kostet aber entsprechend und hat im Sommer die kürzesten Öffnungsfenster. Der Familiengasthof, wie du ihn in St. Anton, Stuben und im Klostertal findest, ist für Motorradfahrer meist die klügere Wahl: unkompliziert, bezahlbar, oft mit Wirtsleuten, die selbst wissen, was ein durchnässter Fahrer abends braucht – einen Trockenraum und ein warmes Essen, auch spät.

Die Ferienwohnung lohnt sich für Gruppen und für längere Aufenthalte: eigener Schlüssel, eigene Küche, Platz zum Trocknen, und auf mehrere Fahrer umgelegt oft günstiger als das Doppelzimmer – gerade in einer teuren Region ein echter Hebel. Ein Vorteil des Skigebiets kommt dir bei allen Formen zugute: Weil hier im Winter Autos und Ausrüstung untergebracht werden müssen, haben viele Häuser Tiefgaragen, abschließbare Garagen oder überdachte Stellplätze.

Der Skiort im Sommerbetrieb: Halbpension, Skikeller, Tiefgaragenrampe

Ein Haus am Arlberg ist auf den Winter gebaut, und das prägt den Ablauf auch im Sommer. Die Häuser sind stark halbpensionsgeprägt: Es gibt feste Essenszeiten am Abend statt durchgehend warmer Küche, oft mit einem kleineren Sommerangebot als im Winter. Für Motorradfahrer ist das weniger Fessel als Vorteil — die Abendgastronomie im Ort läuft im Sommer ausgedünnt, und ein Haus mit eigener Küche erspart die Suche nach dem einen Wirt, der noch offen hat. Wer plant, spät zurückzukommen, klärt die Küchenzeit beim Einchecken und nicht um halb neun an der Rezeption, die im Sommer oft nicht durchgehend besetzt ist.

Baulich profitierst du dagegen massiv vom Winterbetrieb. Skiräume mit beheizten Stiefeltrocknern sind praktisch überall vorhanden, und ein Skischuhwärmer trocknet Motorradstiefel und Handschuhe über Nacht zuverlässiger als jede Heizung. Skikeller haben Ablagen, Haken und Platz für nasse Kleidung — das ist genau die Infrastruktur, die anderswo fehlt.

Zwei Details zur Garage, die am Arlberg immer wieder auffallen: Die Tiefgaragen der Hotels sind für Autos gebaut und haben teils sehr steile, im Sommer feuchte Rampen mit glatter Beschichtung. Mit vollem Gepäck und kaltem Vorderreifen ist die Abfahrt in die Garage anspruchsvoller als die Passstraße davor. Und die beschichteten Betonböden sind für Seitenständer ungünstig — ein Ständerteller oder eine Blechscheibe gehören in eine Region mit Tiefgaragenkultur ins Gepäck. Weiter unten in den kleinen Gasthöfen findest du eher überdachte Stellplätze und Holzschuppen statt Tiefgaragen.

Berggasthöfe, Alpenvereinshütten und der Sommer-Bergbahn-Fahrplan

Nicht jedes Quartier liegt im Tal. Am Arlberg gibt es Berggasthöfe und bewirtschaftete Almen mit einfachen Zimmern oder Lagern – ruhig, urig und mit weitem Blick; wer wirklich am Berg schlafen will, nutzt daneben die bewirtschafteten Alpenvereins- und Berghütten: für eine Nacht ein Erlebnis, einfach und urig, mit Reservierung und deftiger Küche. Für Motorradfahrer ist dabei die Logistik entscheidend: Die Alm- und Bergstraßen sind in aller Regel für den öffentlichen Kraftverkehr gesperrt oder nur für Anrainer mit Maut frei. Dein Motorrad bleibt also im Tal, und den letzten Anstieg legst du zu Fuß oder mit der Bergbahn zurück.

Wer die Bergbahnen für Aussicht oder Gepäcktransport nutzen will, ist auf den Sommerfahrplan angewiesen: Der Sommer-Bergbahn-Betrieb läuft nicht überall und nur in einem begrenzten Zeitfenster der Hauptsaison, während der volle Betrieb auf den Winter ausgelegt ist. St. Anton hat als größter Ort den verlässlichsten Sommerbetrieb; in kleineren Orten fahren die Bahnen nur wochenweise oder stehen im Sommer ganz still. Wer oben übernachtet und auf die letzte Bergfahrt angewiesen ist, hängt damit am Fahrplan des jeweiligen Betreibers.

Zelten am Arlberg: Tirol verbietet es, Vorarlberg regelt es je Gemeinde

Die Rechtslage ist an dieser Grenze zweigeteilt: St. Anton und St. Christoph liegen in Tirol, und dort ist das Campieren außerhalb von Campingplätzen seit dem Tiroler Campinggesetz streng verboten – Verstöße kosten schnell ein empfindliches Bußgeld. Lech, Zürs, Stuben und Klösterle liegen in Vorarlberg, wo es kein pauschales Landesverbot gibt, die Gemeinden das Wildcampen aber regeln und untersagen können, besonders zum Schutz von Natur und Landwirtschaft. Fürs Zelt im Alpenraum heißt das unterm Strich: einfach an den Straßenrand oder auf die Wiese stellen ist keine Option, weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

Etwas anderes ist das ungeplante Not-Biwak für eine einzige Nacht hoch oben im alpinen Gelände – das wird in Österreich meist geduldet, ist aber kein Freibrief zum Übernachten und schon gar keine Alternative zur Unterkunft. Für alle mit Zelt sind die Campingplätze in den Tälern der richtige Weg – im Stanzertal und im Klostertal findest du geregelte Plätze mit Sanitär und Trockenmöglichkeit, deutlich entspannter als jede Grauzone.

Flexenstraße, Hochtannberg, Arlbergpass: welchen Pass dein Quartier vor die Tür legt

Am Arlberg entscheidet dein Standort, welchen Pass du morgens ohne lange Anfahrt vor der Tür hast. Stuben, Zürs und Lech liegen an der Flexenstraße – dem mit Lawinengalerien gebauten Zugang, der Lech und Zürs auch im Winter erreichbar hält und im Sommer eine der markantesten Kehrenstrecken der Region ist. Wer zuerst den Hochtannberg unter die Räder nehmen will, ist in Warth und Schröcken auf der Vorarlberger Seite richtig: kleine Orte direkt am Pass, meist bodenständiger und günstiger als Lech, mit kurzem Weg Richtung Bregenzerwald. Die alte Arlbergpass-Straße (B197) über St. Christoph verbindet St. Anton auf Tiroler mit Stuben auf Vorarlberger Seite – im Sommer die Panoramaroute, bei starkem Schnee im Winter gesperrt, während der Straßentunnel die Verbindung ganzjährig hält. Für die Übernachtung heißt das: Ein Quartier in St. Anton oder Stuben legt dir den Arlbergpass direkt vor die Haustür, während du für Flexen und Hochtannberg besser etwas weiter westlich schläfst. Plan dein Bett also nach der Strecke, die du am ersten Tag fahren willst.

Für Lech und Zürs gibt es überhaupt nur zwei Zufahrten, und beide führen über einen Pass. Von Süden zweigt bei Rauz oberhalb von Stuben die Flexenstraße ab und führt über den Flexenpass nach Zürs und weiter nach Lech, von Westen kommst du über den Hochtannbergpass aus Warth. Es gibt keinen dritten Weg und keine Tunnelumfahrung — wer dort bucht, fährt die letzten Kilometer in jedem Fall über offene Passstraße und hat die Flexenstraße zwangsläufig als Hausstrecke.

Für die Anreise selbst ist der Unterschied zwischen den beiden Querungen bares Geld. Die Schnellstraße S16 führt vom Tiroler Inntal über Landeck und vom Vorarlberger Walgau über Bludenz an den Berg und verschwindet dort im Arlberg-Straßentunnel. Der Tunnel ist eine Sondermautstrecke — die österreichische Vignette gilt dort nicht, es fällt eine eigene Maut an. Die alte Passstraße über St. Christoph ist dagegen mautfrei.

Praktisch heißt das: Zur Anreise mit vollem Gepäck bei Regen, Kälte oder Dunkelheit ist der Tunnel die vernünftige Wahl und die Maut gut angelegt. Für alles andere fährst du die Passstraße, die genau denselben Zweck erfüllt und nichts kostet. Bei sehr starkem Schneefall im Frühjahr oder Spätherbst kann die Passhöhe gesperrt sein, während der Tunnel offen bleibt — das ist der eigentliche Grund, die Tunnelvariante als Rückfallebene mitzudenken, wenn du in der Zwischensaison anreist.

Galtür statt Partenen: Quartierwahl für die halbseitig gesperrte Silvretta-Hochalpenstraße

Die Silvretta-Hochalpenstraße über die Bielerhöhe zählt zu den großen Zielen im Umfeld des Arlbergs – bei der Quartierwahl musst du aber eine aktuelle Einschränkung mitdenken, denn der Zugang ist derzeit nur von einer Seite offen. Die Westrampe von Partenen im Montafon ist wegen Bauarbeiten gesperrt, voraussichtlich bis 2030. Befahrbar ist die Mautstraße zurzeit nur von der Tiroler Seite über Galtür im hinteren Paznaun. Wer sie einplant, wählt sein Nachtquartier deshalb sinnvollerweise auf der Tiroler Talseite: Von St. Anton und dem Stanzertal fährst du über Landeck ins Paznaun und weiter nach Galtür an den Fuß der Auffahrt. Aus dem Vorarlberger Klostertal oder dem Montafon kommst du aktuell nicht über die Bielerhöhe.

Das Paznaun ist zugleich eine Preis-Alternative zu den Nobelorten am Arlberg. Kappl und See im mittleren Tal sind bodenständiger und günstiger als Lech und Zürs, liegen verkehrsgünstig für Silvretta und Arlberg und haben im Sommer verlässlicher geöffnet als die reinen Winterhäuser der Skiorte. Beachte, dass die Silvretta-Straße nur im Sommerhalbjahr befahrbar und mautpflichtig ist – die Höhenlage taut spät auf, und in der Zwischensaison kann sie noch gesperrt sein.

Strecke

Bregenzerwald oder Hahntennjoch: die Tagesrunden ohne Quartierwechsel

Der Arlberg taugt als fester Standort, weil sich die großen Runden hier schließen, statt in eine Richtung wegzulaufen. Nach Westen erreichst du über den Hochtannbergpass Warth und Schröcken und damit den Bregenzerwald mit Au, Schoppernau, Mellau und Bezau; von dort führen Faschinajoch und Furkajoch über Damüls und das Große Walsertal zurück in den Walgau und durchs Klostertal an den Arlberg — eine geschlossene Tagesrunde, für die du nicht umziehen musst.

Nach Osten geht die zweite große Schleife: über Landeck und Imst zum Hahntennjoch, hinunter nach Elmen, das Lechtal aufwärts bis Warth und über den Hochtannberg zurück nach Lech und Zürs. Auch das ist eine Runde und keine Stichfahrt, allerdings ein langer Tag — das Hahntennjoch ist zudem eine reine Sommerstraße und im Winter gesperrt. Wer es kürzer will, hängt vom Oberinntal aus stattdessen das Kaunertal oder den Reschenpass an.

Diese Geometrie ist das Hauptargument für ein festes Quartier am Arlberg statt eines Etappenrhythmus mit täglichem Kofferpacken: Zwei sehr unterschiedliche Tagesrunden, beide geschlossen, beide vom selben Bett aus fahrbar — westlich die dicht gestaffelten Vorarlberger Pässe, östlich das weite Oberinntal. Wer dagegen weiter nach Süden über den Reschen oder ins Engadin will, verlässt den Tagesradius und plant besser eine Übernachtung unterwegs ein.

Zimmerwahl im Haus: Talseite, Arlbergbahn, Gepäckweg

Beide Zufahrtstäler des Arlbergs sind eng, und in beiden liegen Straße und Schiene dicht beieinander. Durch das Stanzertal und durch das Klostertal führt neben der Schnellstraße auch die Arlbergbahn, eine internationale Hauptstrecke, auf der auch nachts gefahren wird. In einem engen Tal wandert der Schall die Hänge hinauf, und ein Haus in erhöhter Hanglage ist deshalb nicht automatisch das ruhigere. Wer empfindlich schläft, fragt bei der Buchung gezielt nach einem Zimmer zur Bergseite oder zur Hausrückseite und nennt den Grund. In den kleinen Betrieben ist das eine Frage von zehn Sekunden am Telefon und kostet nichts.

In den Passorten selbst ist die Lärmquelle eine andere. Skiorte sanieren und bauen im Sommer, weil der Winter das Geschäft ist und ein Umbau in der Hauptsaison nicht infrage kommt. Das betrifft nicht nur das eigene Haus, sondern auch das Nachbargrundstück, die Straße davor und die Liftinfrastruktur. Wer für Juli oder August bucht, kann ruhig fragen, ob im Umfeld gerade gebaut wird. Ein seriöser Betrieb sagt das offen, und ein Ausweichzimmer auf der anderen Hausseite löst das Problem meistens.

Der dritte Punkt ist der Gepäckweg. Traditionelle Gasthöfe haben drei Geschosse und keinen Lift, und die Treppe mit zwei Koffern, Tankrucksack und Helm ist nach einem langen Tag der unangenehmste Teil der Ankunft. Wenn du gepäckintensiv reist, frag nach einem Zimmer im Erd- oder ersten Obergeschoss oder danach, ob ein Lift vorhanden ist. Wo ein Skikeller oder Trockenraum im Untergeschoss liegt, bleibt ohnehin das meiste dort unten, und nach oben wandert nur das, was du wirklich im Zimmer brauchst. Klimatisiert ist in dieser Höhenlage praktisch nichts, das ist auch nicht nötig: Ein Dachzimmer mit Südwestlage heizt sich an einem klaren Nachmittag zwar deutlich auf, kühlt aber nachts bei offenem Fenster schnell wieder herunter.

Tanken im Tal, Reifen in der Talstadt, Steckdose im Skikeller

Die Grundregel im Hochgebirge gilt am Arlberg unverändert: Getankt wird im Tal, nicht auf der Höhe, und am besten am Vorabend statt am Morgen. Eine volle Maschine am Abend vorher spart am nächsten Tag die erste halbe Stunde, in der ohnehin noch alles kalt ist, und macht dich unabhängig von Öffnungszeiten kleiner Tankstellen. Wer den Tag auf zwei oder drei Pässe auslegt, plant den Nachtankpunkt in den Talorten ein und nicht auf der Scheitelstrecke.

Für Reparatur, Reifen und Verschleißteile sind die Talstädte die Adresse, nicht der Skiort. Markengebundene Zweiradbetriebe und Reifenhändler sitzen dort, wo ganzjährig Kundschaft ist. Rechne im Sommer mit Vorlauf: Das ist auch für die Werkstätten die Hauptsaison, und ein passender Motorradreifen liegt selten im Regal. Wenn du mit grenzwertigem Profil anreist, ruf vor der Tour an und lass den Reifen bestellen, statt vor Ort auf gut Glück zu fragen.

Strom ist der Punkt, der am häufigsten unterschätzt wird. Ladegeräte für Akkuwerkzeug, Kamera, Kommunikationssystem und beheizte Kleidung brauchen eine Steckdose, die in einer alten Garage oder einem Skikeller nicht selbstverständlich vorhanden ist. Beim Elektromotorrad ist es kein Anspruch, am Hausstrom laden zu dürfen: Manche Betriebe untersagen das Laden von Lithiumakkus in geschlossenen Tiefgaragen aus Brandschutzgründen, und diese Entscheidung trifft der Betrieb, nicht der Gast. Das klärt man vor der Buchung, nicht bei der Ankunft.

Vier Dinge, die sich am Telefon in einem Zug abfragen lassen und den Aufenthalt entscheidend angenehmer machen:

  • Steckdose in Garage oder Trockenraum, erreichbar ohne Verlängerungskabel durchs Treppenhaus
  • Erlaubnis und Platz für Kettenpflege, mit eigener Unterlage gegen Ölflecken auf beschichtetem Boden
  • Umgang mit Motorradwäsche am Haus, die viele Betriebe wegen Abwasser und Ölabscheider ausdrücklich nicht wollen
  • Verfügbarkeit eines zweiten Schlüssels oder einer Nachtklingel, falls du später zurückkommst als die Rezeption besetzt ist

Mit der Gruppe einbuchen: Betten, Garagenplätze, Abrechnung

Die Zimmerstruktur am Arlberg ist auf Familien und Paare ausgelegt, weil der Skiurlaub genau so gebucht wird. Für eine Motorradgruppe bedeutet das: Doppelzimmer und Mehrbettzimmer gibt es reichlich, echte Einzelzimmer sind knapp und teuer. Bei ungerader Teilnehmerzahl fällt fast immer ein Einzelzimmerzuschlag an, und wer ihn trägt, klärt die Gruppe besser vorher unter sich, statt es an der Rezeption auszuhandeln. Appartements und Ferienwohnungen mit mehreren Schlafräumen sind für vier bis sechs Personen häufig die sauberste Lösung, weil sie Belegung und Preis in einem Vertrag bündeln.

Beim Stellplatz zählt der Betrieb in Autos. Wenn ein Haus vier Garagenplätze frei hat, heißt das nicht, dass acht Motorräder untergebracht sind, denn die markierten Plätze sind für Pkw ausgelegt und der Wirt kann fremde Fahrzeuge nicht einfach umstellen. Nenne bei der Buchung die tatsächliche Zahl der Maschinen, nicht nur die Zahl der Personen. Bei größeren Gruppen ist das die Angabe, an der eine Buchung hängt oder scheitert, und sie gehört in die schriftliche Bestätigung.

Die Abrechnung klärst du am besten vor der Anreise. Eine Sammelrechnung an einen Organisator ist für den Betrieb der einfachere Weg, getrennte Zimmerrechnungen sind für die Gruppe der klarere. Beides ist üblich, aber am Abreisemorgen ist der falsche Zeitpunkt, es zu entscheiden, weil in dieser Zeit auch alle anderen Gäste auschecken. Wenn eine Anzahlung fällig ist, sammelt sie sinnvollerweise einer ein und überweist sie als Betrag, statt sechs Einzelüberweisungen loszuschicken, die der Wirt zuordnen muss.

Ein letzter Punkt, der über den Empfang beim nächsten Mal entscheidet: die Abfahrt am Morgen. Sechs kalte Motoren in einem engen Dorfkern sind zwischen den Häusern deutlich lauter als auf freier Strecke, und die Nachbarn im Ort sind nicht im Urlaub. Maschinen bis zur Ortsstraße schieben, nicht im Standgas warmlaufen lassen, und Treffpunkt und Reihenfolge am Vorabend abstimmen statt mit laufenden Motoren vor dem Haus. Betriebe, die gute Erfahrungen mit Motorradgruppen gemacht haben, nehmen die nächste ohne Zögern, und das merkt man an der Auskunft am Telefon sofort.

Gästeblatt, Aufenthaltsabgabe in Tirol, Gästetaxe in Vorarlberg

Österreich verlangt von jedem Beherbergungsbetrieb ein Gästeverzeichnis, und das gilt vom Fünfsterner in Lech bis zur Frühstückspension im Klostertal. Praktisch heißt das: Jeder Gast füllt bei der Ankunft ein Gästeblatt aus und unterschreibt es, auch der Sozius und jedes Mitglied einer Gruppe. Dazu gehört ein Lichtbildausweis, den der Wirt sehen will. Für Motorradfahrer ist das ein banaler, aber ärgerlicher Punkt, wenn der Personalausweis unten im Seitenkoffer unter der Regenkombi liegt und alle sechs Mann nach der Ankunft erst wieder auspacken. Ausweis und Buchungsbestätigung gehören in die Innentasche der Jacke oder in den Tankrucksack, nicht ins Gepäck.

Der zweite feste Posten ist die Ortstaxe. Sie fällt pro Person und Nacht an, ist in aller Regel nicht im genannten Zimmerpreis enthalten und erscheint auf der Rechnung als eigene Zeile. Am Arlberg kommt eine regionale Besonderheit dazu: Die Region liegt auf zwei Bundesländer verteilt, und beide erheben nach eigenem Landesrecht. In Tirol heißt die Abgabe Aufenthaltsabgabe, in Vorarlberg Gästetaxe. Wer seine Woche aufteilt und ein paar Nächte in St. Anton und ein paar in Stuben oder Lech schläft, zahlt sie zweimal nach zwei verschiedenen Regelwerken, mit unterschiedlichen Sätzen und unterschiedlichen Altersgrenzen für die Befreiung von Kindern und Jugendlichen. In vielen österreichischen Orten hängt an dieser Abgabe eine Gästekarte, die der Betrieb beim Einchecken ausstellt. Welche Leistungen sie im Sommer tatsächlich abdeckt, unterscheidet sich von Ort zu Ort und von Saison zu Saison, das klärt sich nur direkt beim Haus.

Beim Vergleich zweier Angebote lohnt sich deshalb der Blick auf den Endbetrag statt auf den Zimmerpreis. Ein Haus nennt den Preis pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension, das nächste den Zimmerpreis mit Frühstück, dazu kommen bei beiden Ortstaxe und beim einen ein Einzelzimmerzuschlag. Lass dir die Bestätigung schriftlich geben, mit Preis pro Person, Verpflegungsart, Anzahlung, Stornofrist und Anreisetag. Anzahlungen und Stornofristen sind in einer Region mit knappem Sommerangebot üblich und meist bindend, und wer in einer Gruppe bucht, sollte vorher wissen, was passiert, wenn zwei Teilnehmer kurzfristig absagen.

Der kurze Sommer: welches Haus wann offen hat – und wann du buchst

Hier liegt der wichtigste Unterschied zu klassischen Motorradregionen: Der Arlberg ist ein Wintergebiet, und viele Betriebe schließen nach dem Skibetrieb für Wochen oder Monate. Ein Teil der Häuser – besonders in Lech, Zürs und St. Christoph – öffnet im Sommer gar nicht, andere nur in den Hauptwochen im Juli und August. St. Anton hat als größter Ort die verlässlichste Sommer-Öffnung, aber auch dort läuft nicht jeder Betrieb durchgehend. Über den Sommerbetrieb eines Hauses sagt der Winterprospekt nichts aus; entscheidend ist die Öffnungszeit zum eigenen Reisetermin.

Der Motorrad-Sommer am Arlberg ist entsprechend kurz und läuft grob von Juni bis September, mit dem sichersten Wetter und den meisten offenen Betrieben im Juli und August. Weil die Höhenlage spät auftaut und früh wieder kühl wird, ist die Zwischensaison im Mai und Oktober riskant – nicht nur wegen des Wetters, sondern weil dann viele Häuser noch oder schon wieder geschlossen sind. Der erste Schritt jeder Planung ist deshalb nicht das Datum, sondern die Frage: Welche Unterkunft hat zu meinem Termin überhaupt offen? Danach richtet sich alles Weitere.

Ist ein offenes Haus gefunden, gilt der Rest wie überall: Unter der Woche ist mehr frei und günstiger als am Wochenende, und wer früh bucht, sichert sich in einer Region mit begrenztem Sommerangebot die besten Zimmer. Gerade in Lech und Zürs, wo im Sommer nur ein Teil der Hotellerie läuft, sind die offenen Betriebe schneller ausgebucht, als die Bettenzahl der Region vermuten lässt. Preislich bleibt der Arlberg auch im Sommer eine kaufkräftige Region – Lech und Zürs zählen zum teuersten, was die Alpen an Hotellerie bieten. Dafür liegen die Sommerpreise fast überall deutlich unter den Winter-Spitzentarifen, und in den Familiengasthöfen von St. Anton, Stuben und dem Klostertal übernachtest du zu vernünftigen Sätzen. Ein paar kalte, nasse Tage schiebt der Sommer hier oben jederzeit ein; ein Haus mit Trockenraum und eigener Küche trägt solche Tage.

Tourismusverband St. Anton und Lech Zürs Tourismus: wer weiß, was offen hat

Wenn du vor Ort noch ein Zimmer brauchst oder wissen willst, welche Betriebe gerade geöffnet haben, sind die örtlichen Tourismusstellen die richtige Anlaufstelle: der Tourismusverband St. Anton am Arlberg auf Tiroler Seite und Lech Zürs Tourismus auf Vorarlberger Seite. Beide kennen die aktuellen Sommer-Öffnungszeiten ihrer Häuser – und genau diese Information ist am Arlberg mehr wert als anderswo, weil sie dir die vergebliche Anfrage bei einem geschlossenen Hotel erspart. Ein kurzer Anruf vorab klärt oft schneller, was offen ist, als jedes Buchungsportal.

Woran du ein gutes Motorradhotel am Arlberg erkennst

Nicht jedes Haus ist auf Motorradfahrer eingestellt. So sieht es bei den 59 Häusern aus, die hier gelistet sind:

Abschließbare Garage

Garage oder Carport: 23 von 59 Häusern. Die Maschine steht nachts trocken und aus dem Blick.

Trockenraum

Trockenraum: 18 von 59 Häusern. Nasse Kombi und Handschuhe sind morgens wieder tragbar.

Schrauberecke & Waschplatz

Schrauberecke: 6 von 59 Häusern. Werkzeug, Kettenspray und ein Platz zum Abspritzen.

Tourentipps vom Wirt

Tourentipps vom Gastgeber: 14 von 59 Häusern. Gefahrene Strecken statt Prospektrouten.

Ladepunkt

Lademöglichkeit: 8 von 59 Häusern. Für alle, die elektrisch unterwegs sind.

Geprüfte Bewertungen

Gästebewertungen liegen vor für 59 von 59 Häusern.

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